Frühes Wochenbett
Frühes Wochenbett (1. bis 10. Tag nach der Geburt)

Ambulantes Wochenbett
Der Vorteil des „ambulanten“ Wochenbettes ist, dass Du zeitnah nach der Geburt (ca. 4 Stunden nach der Geburt) mit dem Baby nach Hause gehen darfst und von da an ungestört in deinen vier Wänden der Hormonwirkung und allen Anpassungsvorgängen Raum geben darfst. Unmittelbar nach der Geburt ist die Bereitschaft, eine Bindung zueinander zu entwickeln, erhöht. Ist diese erste „Bondingphase“ erfolgreich, steigert sich die Feinfühligkeit der Mutter und die Regulationsfähigkeit der Kinder, mit Stress umzugehen, verbessert sich. Ruhe im Wochenbett ist das oberste Gebot. Am Tag der Geburt werde ich schon mindestens 1 x kommen und von da an sind Besuche von Tag 1 bis 10 meist täglich geplant.
Tag 3 bis 10 wird die U2 von dem Kinderarzt deiner Wahl durchgeführt, oft auch mit Hausbesuch. Wenn du ein ambulantes Wochenbett planst, musst Du vor der Geburt ein Gespräch mit dem Kinderarzt über das fällige Mukoviszidose-Screening (48 bis 72 Stunden nach der Geburt) führen. Der Fersenbluttest darf auch von einer Hebamme durchgeführt werden.

Wochenbettbetreuung nach stationärem Aufenthalt
Wenn Du nach der Geburt noch im Krankenhaus bleibst, werden dort alle Untersuchungen bei Deinem Kind durchgeführt. Meistens ist die Entlassung am 3. Tag nach der Geburt.
Ab dem darauffolgenden Tag ist der Hebammenbesuch tägliche Routine.
Dabei werden folgende Kontrollen durchgeführt:
Mutter: Rückbildung der Gebärmutter – Heilung von Dammverletzungen – Brust – Stillen – Ernährung – Rückbildungsübungen
Kind: Gewichtsentwicklung – Gelbfärbung – Saugen – Schlafen – Baden – Verdauung – Koliken – Bauchnabelpflege
Ich oder eine meiner Vertreterinnen kommen 10 bis 14 Tage nach der Geburt nach Hause.